Vom Öllager zum Stadtwald
Erinnerung an die Geschichte
Achim. „Sie stehen auf geschichtlichem Grund“, so steht es jetzt auf neuen Infoschildern am Eingang des Achimer Stadtwaldes aus Richtung Schneiderburg. Die Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine unter ihrem Vorsitzenden Manfred Huchs hat in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Achim diese Informationstafeln herstellen lassen, um bei allen Achimern und Auswärtigen die wechselvolle Geschichte dieses Areals nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Manfred Brodt, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt, skizierte jetzt bei der „Einweihung“ kurz die mehr als 100jährige Geschichte des Geländes: Anlage eines Öllagers und Ölhafens an der Weser für die Kriegsmarine vor dem Ersten Weltkrieg, Ausbau des Öllagers durch den NS-Staat für den Zweiten Weltkrieg, Sprengung der riesigen Öltanks durch die britischen Besatzer Ende der 40er Jahre, gefährlicher „Abenteuerspielplatz“ für die junge Generation in der Nachkriegszeit, Bau der Steubenkaserne mit Übungsgelände in den Dünen Mitte der 50er Jahre, Schließung der Kaserne Anfang der 2000er Jahre und nach Einstieg der Achimer Investoren Hundsdörfer und Huhs Sanierung des mit Öl und Rüstungsaltlasten verseuchten Bodens, Aufbau der Stadtwaldsiedlung mit öffentlich zugänglichem Stadtwald.
Achims Erster Stadtrat Daniel Moos begrüßte die Initiative der Ehrenamtlichen, die die Stadt sehr gerne durch den Bauhof unterstützt habe.


Einweihung der neuen Infotafeln der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine im Dezember 2025. Von links: Volker Wrede, 1. Stadtrat Achims Daniel Moos, Heinrich Albers, Felix Burek (Umwelt Stadt Achim), Manfred Brodt (Vors. Geschichtswerkstatt), Mark Hundsdörfer (Investor), Manfred Huhs (Investor und Vorsitzender der AG Baden). Foto: Heiner Albrecht.