Mosaiksteine zeichnen Historie nach

Achim – Von Ingo Schmidt. Die Stadt Achim ist flott, spannend, abwechslungsreich und lebendig – dies zeigt ein nun vorgestelltes Kompendium zum 70. Jahrestag des Achimer Stadtrechts, das die Geschichtswerkstatt am Samstag feierlich im Ratssaal vor geladenen Gästen präsentierte. Unter dem Titel „Mosaiksteine aus Achim – 70 Jahre Stadtrechte“ verfolge das Buch keinesfalls den Anspruch einer umfassenden Chronik: „Die breite Masse sollte bestimmen, was in den vergangenen sieben Jahrzehnten in Achim wichtig gewesen ist“, erläutert Helmut Köhler, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt, die Maxime. „Wir haben die Achimer Bürger um Beiträge gebeten und liefern deshalb kein Gesamtgemälde, sondern Inhalte, welche die Leute interessieren“, ergänzt Manfred Brodt, der das Buchprojekt federführend leitete.

Ausgehend von der historischen Versammlung zur Verleihung der Stadtrechte am 4. Mai 1949 im Hotel Stadt Bremen behandelt das Buch unter anderem die Nachkriegszeit mit der Währungsreform, der Einführung der D-Mark, die Veränderung Achims durch die vielen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, den Abbau der wunderbaren Dünenlandschaft entlang der Weser für Wohnungs- und Straßenbau. Der Wiederaufbau der Ueser Brücke findet genauso Berücksichtigung wie die Pläne einer Satellitenstadt mit 30.000 Einwohnern in Bierden und Uphusen sowie die neue Hochhaussiedlung in Achim-Nord. Auch die Entwicklung des kleinen Achims zum großen Achim durch die Gebietsreform 1972, bei der die bis dahin selbstständigen Gemeinden Uphusen, Bierden, Bollen, Embsen, Uesen und Baden eine Zwangsheirat mit Alt-Achim eingegangen sind, findet sich in dem Buch.
Bericht aus dem Achimer Kreisblatt