Ahnenforschung: Woher komme ich?

Vorfahren in grauer Vorzeit
Geschichtswerkstatt Achim beschäftigt sich mit Ahnenforschung
Achim. Wer will nicht seine Vorfahren in grauer Vorzeit kennenkernen? Mit Familiengeschichte beschäftigte sich so die Geschichtswerkstatt Achim während ihrer letzten stark besuchten Mitgliederversammlung im Clüverhaus. Reiner Aucamp aus Baden, der seinen Ahnen auf die Spur gegangen war, informierte eindrucksvoll über dieses Vorhaben.
In der coronageprägten Weihnachtszeit 2022 hatte er in kalten Räumen der Kirchen in Achim, Oyten und Thedinghausen zugebracht und aus Kirchenbüchern wichtige Informationen über entfernte Verwandte gezogen. Dann stieß er im Internet auf das Angebot „Ahnenblatt“. Dort konnte er zunächst kostenlos, dann für annähernd 40 Euro für jeden der gefundenen Namen eine „Karteikarte“ anlegen. Und weitere Informationen zu ihnen dann downloaden. Auch telefonische Nachfragen beim Anbieter waren kein Problem.
So lieferte ihm das Netz einen Stammbaum von 320 Personen, der auf einem Ausdruck von 180 mal 29 Zentimeter auch übersichtlich darstellbar war.
Den zeigte er jetzt der Geschichtswerkstatt im Clüverhaus. Die feststellbare historische Nr.1 in der Ahnenreihe Aucamp ist jener, der 1769 in Barver bei  Diepholz geboren wurde, 1795 nach Uesen kam,  dann ein uneheliches Kind und in der Ehe ab 1800 sieben Kinder hatte. Viele dieser in der damaligen Zeit geborenen Kinder erlebten jedoch nicht das Erwachsenenalter. Der verfolgbare Stammbaum wird auch unterbrochen, weil die zur Frau gewordenen Mädchen nach der Heirat den Namen ihres Ehemanns annahmen und ihre Spur sich dann verliert.
Die große Runde der Geschichtswerkstatt war beeindruckt, diskutierte aber auch, ob diese Angaben im Internet zuverlässig sind oder zu sehr einem Gewinninteresse entspringen. Letzterem widersprachen viele und wiesen auf viele Ehrenamtliche hin, die seriös  in Archiven solche Ahnenforschung betreiben  und  ihre Ergebnisse dann ins Internet stellen.
Foto: Reiner Aucamp präsentierte seine Ahnenforschung, übersichtlich dargestellt auf dem großen Ausdruck im Hintergrund. Foto: Brodt