Viele interessante Einblicke bekam die Geschichtswerkstatt Achim während ihres Besuchs bei der Kreiszeitung in Syke. Karl-Heinz Ehlers, Chef des Besucherdienstes, informierte über die bundesweite Ippen-Gruppe, zu der auch der Kreiszeitungsverlag gehört, dessen Verbreitungsgebiet von Nordrhein-Westfalen bis Bremen und die Geheimnisse des Zeitungsdrucks. Den konnten die Achimer dann erleben beim Druck der aktuellen Sonntagstipp-Ausgabe auf der neuen Rotationsmaschine.
Chefredakteur Hans Willms und Redakteur Fabian Pieper stellten dann die Arbeitsweise der Redaktion vor. Nicht verschwiegen wurde, dass auch die Kreiszeitung wie alle Verlage ständig Leser bei ihrer gedruckten Auflage verliert und durch digitale Angebote, wie zum Beispiel das E-Paper, versucht, die Zukunft zu sichern.
Foto: Wittenberg

Bremer radeln zum Clüverhaus

Achim. Seit mehr als zehn Jahren sind die „Montagsradler“ aus den verschiedensten Bremer Stadtteilen unterwegs. Diesmal war das Clüverhaus ihr Ziel und sie radelten ausnahmsweise nicht an einem Montag, weil das dortige Café montags geschlossen hat. Im Clüverhaus erwarteten sie Manfred Brodt von der Geschichtswerkstatt Achim und Gerhild Schröder vom Heimatverein Achim, stellten das historische Haus aus dem 19. Jahrhundert als Relikt des Achimer Bauernviertels vor und zeigten als Nutzer des Hauses ihre dort aufbewahrten lokalhistorischen Schätze. Auch die Geschichte der beiden Achimer Geschichtsvereine mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten war Thema.

Vorfahren in grauer Vorzeit
Geschichtswerkstatt Achim beschäftigt sich mit Ahnenforschung
Achim. Wer will nicht seine Vorfahren in grauer Vorzeit kennenkernen? Mit Familiengeschichte beschäftigte sich so die Geschichtswerkstatt Achim während ihrer letzten stark besuchten Mitgliederversammlung im Clüverhaus. Reiner Aucamp aus Baden, der seinen Ahnen auf die Spur gegangen war, informierte eindrucksvoll über dieses Vorhaben.
In der coronageprägten Weihnachtszeit 2022 hatte er in kalten Räumen der Kirchen in Achim, Oyten und Thedinghausen zugebracht und aus Kirchenbüchern wichtige Informationen über entfernte Verwandte gezogen. Dann stieß er im Internet auf das Angebot „Ahnenblatt“. Dort konnte er zunächst kostenlos, dann für annähernd 40 Euro für jeden der gefundenen Namen eine „Karteikarte“ anlegen. Und weitere Informationen zu ihnen dann downloaden. Auch telefonische Nachfragen beim Anbieter waren kein Problem.
So lieferte ihm das Netz einen Stammbaum von 320 Personen, der auf einem Ausdruck von 180 mal 29 Zentimeter auch übersichtlich darstellbar war.
Den zeigte er jetzt der Geschichtswerkstatt im Clüverhaus. Die feststellbare historische Nr.1 in der Ahnenreihe Aucamp ist jener, der 1769 in Barver bei  Diepholz geboren wurde, 1795 nach Uesen kam,  dann ein uneheliches Kind und in der Ehe ab 1800 sieben Kinder hatte. Viele dieser in der damaligen Zeit geborenen Kinder erlebten jedoch nicht das Erwachsenenalter. Der verfolgbare Stammbaum wird auch unterbrochen, weil die zur Frau gewordenen Mädchen nach der Heirat den Namen ihres Ehemanns annahmen und ihre Spur sich dann verliert.
Die große Runde der Geschichtswerkstatt war beeindruckt, diskutierte aber auch, ob diese Angaben im Internet zuverlässig sind oder zu sehr einem Gewinninteresse entspringen. Letzterem widersprachen viele und wiesen auf viele Ehrenamtliche hin, die seriös  in Archiven solche Ahnenforschung betreiben  und  ihre Ergebnisse dann ins Internet stellen.
Foto: Reiner Aucamp präsentierte seine Ahnenforschung, übersichtlich dargestellt auf dem großen Ausdruck im Hintergrund. Foto: Brodt