Geschäfte und Gastronomie fehlen
Achim. Beim „Pavillon der Vielfalt“ beteiligte sich jetzt neben Kunstverein und terre des hommes auch die Geschichtswerkstatt Achim, unter anderem mit einer besonderen Aktion: Sie machte während des Wochenmarktes in der Fußgängerzone eine anonyme Umfrage zu Achim mit drei Fragen und vielen interessanten Antworten.
Die erste Frage lautete: „Was gefällt Ihnen in Achim?“  Wenig überraschend, dass gleich viele den Wochenmarkt nannten mit seinen Angeboten, Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten.  Weitere Antworten: Die Mischung aus Kleinstadt und Dorf, die Weser, die Nähe zu Bremen und den Autobahnen, die gute Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Sportstätten. das Miteinander, die Resonanz bei Veranstaltungen, die Übersichtlichkeit, die kurzen Wege, das Kasch, Bäume, die Badestellen an der Ueser Brücke,
Allgemein gefällt es der großen Mehrheit der Befragten. Für viele ist es schon lange ihre Heimat.
Das weniger gute Zeugnis wurde bei der zweiten Frage „Was muss weg in Achim?“ ausgestellt.
Wieder unkommentiert Antworten: Immer wieder der viele Verkehr, der Geschäftsleerstand, das Pflaster, Hundekot auf Süielplätzem, Grün und Gehwegen, die Baumschutzsatzung, dogmatische Politik, die Ueser Kreuzung. die Pläne zur Überbauung des Bibliotheksplatzes, der „Radkasten“ auf dem Baumplatz vor der Marktschule, E-Scooter, Rücksichtslose auf zwei Rädern, Fahrradgeschiebe durch den Wochenmarkt, das Gewerbegebiet Achim West, Dreck, Schottergärten, Frauenbeauftragte und Klimamanagerin.
Einige meinten auch, ein Bürgermeisterkandidat und eine Partei müsse weg. Wer wird hier aber nicht verraten, zumal das die Wähler entscheiden.
Auf die Frage „Was fehlt in Achim?“ kamen diese Antworten: Bäume, attraktive Spielplätze in alten Wohngebieten mit jetzt jungen Bewohnern, Fachärzte mit Terminen für Patienten, mehr Miteinander statt Egoismus, Mut zur Veränderung, schöne, gemütliche Cafes, Restaurants und Pubs, eine Weinstube, Disco, Bänke in der Fußgängerzone, ein überregionales Verkehrskonzept, Zu- und Abfahrten beim Radschnellweg, Fahrradstraßen statt Einbahnstraßen, Freiflächen, wirksamer Schutz für alte Bäume, Grünschnitt, ein Baumarkt, Drogeriemarkt. Wenigen fehlt auch nichts.
Ein interessanter Strauß an Antworten, auch für die bald gewählten Kommunalpolitiker. Ursprünglich wollte die Geschichtswerkstatt eine Zufallswahl zu den Bürgermeisterkandidaten veranstalten. Da dies jedoch ein überhaupt nicht repräsentatives Zufallsergebnis hätte bringen können mit Auswirkungen auf die Wahl, ließ man die Finger davon.
mb
Unten Fotos GWA beim Pavillon der Vielfalt

Geschichtswerkstatt besichtigt Museum der Mobilität

Thedinghausen/Achim. Überwältigt war die Geschichtswerkstatt Achim von einem Besuch des Kutschen- und Automobilmuseums, das Heiko Wührmann und Familie in Thedinghausen geschaffen hat. „PS-Träume – Die Geschichte der Mobilität. Als Pferdestärken noch Pferde waren“ ist die Überschrift dieser einzigartigen, enorm vielfältigen Sammlung.
Vom ersten Rad über prächtige Kutschen bis zu Oldies, mit Wasserdampf, Elektrizität oder Benzin betrieben, und Luxusmodellen des vorigen Jahrhunderts erzählt das private Museum die Geschichte der Fortentwicklung und das Leben der Menschen in vergangenen Epochen.
Details der Technik und die Kunst der beteiligten Handwerksberufe werden erfahrbar.
Die starke Verbundenheit zu Pferden, zur technischen Entwicklung von Kutschen und Automobilen haben Heiko Wührmann diese historische Schatzkammer im Laufe der Jahrzehnte schaffen lassen.
Die Geschichtswerkstatt Achim war während der gut vierstündigen Führung durch Jürgen  Jobs und Gabriele Kiaup gefesselt. Es ist wegen der schutzwürdigen Exponate ein Museum, das nur von Kleingruppen nach Vereinbarung besichtigt werden kann. mb

Fotos: Teilnehmer und zwei der Kutschen

Ein Gläschen Sekt gönnen sich Aktive der Geschichtswerkstatt Achim, des Achimer Mühlenvereins, des Heimatvereins Achim und des Achimer Bürgerbus-Vereins nach ihrer  erfolgreichen Teilnahme am Maibaumfest. Die vier Vereine hatten ihre Stände nahe beieinander.
Die Geschichtswerkstatt bot an ihrem Stand Infowände, Bücher, Geschichtshefte, Achimer Fotokalender, eine Bastelecke wie Rätselwand für  Kinder an und war mit den Besuchern im regen Gespräch. Der Mai kann kommen!

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Wilfried Ellmers nun Vizevorsitzender

Geschichtswerkstatt Achim plant viele Aktivitäten

Achim. Die Geschichtswerkstatt Achim hat einen neuen zweiten Vorsitzenden. Die Mitglieder wählten bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Gieschen Wilfried Ellmers mit überwältigender Mehrheit für diese Position. Er ist damit Nachfolger des verstorbenen Fritz-Heiner Hepke.

Ansonsten bleibt das Vorstandsteam wie bisher: Manfred Brodt erster Vorsitzender, Reiner Aucamp Kassenwart, Barbara Wuthe Schriftführerin, Elke Gerbers Beisitzerin, Hans-Joachim Wuthe Beisitzer und Hartmut Nill IT-Beauftragter.

Im Jahresbericht erwähnte Manfred Brodt die ständig laufenden Aktivitäten für das nächste Geschichtsheft, den nächsten Jahreskalender und die Archivierung des enormen Text- und Fotomaterials. Beschäftigt sich der aktuelle Jahreskalender mit altem Handwerk in der Region Achim, wird es der Jahreskalender 2027 mit Tante-Emma-Läden in Achim tun. Das neue Geschichtsheft wird ein besonderes Jubiläumsheft sein zu „40 Jahren Geschichtswerkstatt“. Dieses Jubiläum werden die Lokalhistoriker besonders am 17. Oktober im Restaurant „Weserterrassen Badener Berg“ feiern, wo der Verein auch gegründet worden war. Für das Jubiläumsjahr haben sie ein besonderes Logo entwickelt, das auch eine Maxime des Vereins enthält: „Grabe, wo Du stehst“, also Geschichte lokal. Neben „Geschichte der Beherrschten und nicht nur der Herrscher“ der wichtigste Grundsatz der Geschichtswerkstatt.

So hat die Geschichtswerkstatt auch Kontakt zu den Achimer Gymnasien aufgenommen, um zu klären, wie die Lebensgeschichte des einzigen überlebenden Achimer KZ-Häftlings Kurt Anspacher/Curt Parker in den Unterricht eingeführt werden könnte als Beispiel für Judenverfolgung und Naziterror.

Die letzten Monate des Geschichtsvereins boten neben den Sonntagsveranstaltungen am Ende eines Monats mit inhaltlichen Themen wie der ältesten Landkarte der Region oder Störtebeker in Verden und umzu auch einen Ausflug zur niederländischen Festung Bourtange, eine Besichtigung des Achimer Amazon-Logistikzentrums und gesellige Veranstaltungen bei Gerken in Uphusen.

Im Jubiläumsjahr wird sich die Geschichtswerkstatt wieder beteiligen am Maibaumfest ebenso wie am Stadtradeln. Am 14. Juli will man bei einer Führung „Bremen unterirdisch“ kennenlernen. Für den 11. August ist die „Tour Hexen und Hexenverfolgung“ in Verden gebucht. Spargelessen und Jahresabschlussfeier werden wieder kulinarische und gesellige Höhepunkte sein.

Foto: Der Vorstand der Geschichtswerkstatt Achim, v.l. Hans-Joachim Wuthe, Manfred Brodt, Wilfried Ellmers, Elke Gerbers, Hartmut Nill, Barbara Wuthe, Reiner Aucamp. Foto: Kühn